



Aussehen
Die Ölbaumblattfloh (Euphyllura olivina) ist ein kleines Insekt, das ausgewachsen etwa 2 bis 2,5 Millimeter groß wird. Die Tiere sind hellgrün gefärbt, ihre Beine dagegen beige. Charakteristisch ist der breite Kopf mit auffallend großen Augen. Wie viele Vertreter der Blattflöhe ist sie sehr sprungkräftig und kann sich damit schnell fortbewegen.
Schadbild
Typisch für einen Befall ist die wachsartige Substanz, die die Ölbaumblattfloh absondert. Diese legt sich wie ein weißes, schmierig wirkendes Gespinst über Blätter, Blüten und junge Früchte. Betroffene Pflanzenteile sehen dadurch verfilzt und verschmutzt aus. Als Wirtspflanzen dienen vor allem der Olivenbaum (Olea europaea) sowie die schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia). Die Insekten saugen an Blättern, jungen Trieben und Blüten. Bei stärkerem Befall können Blüten vertrocknen oder abfallen und auch junge Früchte abbrechen, was zu deutlichen Ertragseinbußen führt.
Lebenszyklus
Der Lebenszyklus der Ölbaumblattfloh beginnt mit den adulten Tieren, die in Rindenritzen von Olivenbäumen überwintern. Im Frühjahr, sobald die Temperaturen steigen, legen die Weibchen ihre Eier bevorzugt in der Nähe von Knospen und Blättern ab. Aus diesen Eiern schlüpfen Nymphen, die sofort beginnen, den Pflanzensaft zu saugen. Sie leben meist in Gruppen und umgeben sich mit einem dichten, wachsartigen Gespinst, das an das von Wollläusen erinnert. Die Entwicklung verläuft über fünf Nymphenstadien, bevor sich die Tiere zu erwachsenen Flöhen häuten.
Die erste Generation schlüpft bereits im Mai. Da die Nymphen besonders die Blüten schädigen und dadurch deren Absterben verursachen können, ist eine Bekämpfung in diesem Frühstadium am wirksamsten. Im Laufe des Sommers entstehen weitere Generationen, die später auch die jungen Früchte angreifen und schädigen können.
Manuelle Bekämpfung
Bei leichtem Befall können stark betroffene Blätter oder Triebe gezielt entfernt werden. Zusätzlich lässt sich der Befallsdruck reduzieren, wenn die Pflanze gründlich mit Wasser abgespritzt wird. Auf diese Weise werden sowohl die wachsartigen Gespinste als auch ein Teil der Nymphen entfernt, was den Schaden begrenzen kann.
Wirkstoffe (Stand 22.08.25)
Keine zugelassen
Nützlinge
Keine bekannt.
