Gelbe Stachelbeerblattwespe (Nematus ribesii)

Aussehen

Die erwachsenen Tiere der Gelben Stachelbeerblattwespe erreichen beim Weibchen eine Körperlänge von etwa 6 bis 7 Millimetern, die Männchen bleiben etwas kleiner. Kopf und Brustbereich (Thorax) sind schwarz gefärbt, während der restliche Körper gelb erscheint. Die durchsichtigen Flügel tragen eine feine braune Äderung. Auffällig sind auch die Fühler, die oberseits dunkler und unterseits heller gefärbt sind.

Die Larven, oft auch als Afterraupen bezeichnet, können bis zu 20 Millimeter lang werden. Sie sind überwiegend grün und besitzen einen glänzend schwarzen Kopf. Typisch sind gelb gefärbte Abschnitte am ersten, zweiten sowie elften Segment des Körpers. Zusätzlich tragen sie zahlreiche kleine schwarze Warzen und Borsten, die ihnen ein charakteristisches Aussehen verleihen.

Schadbild

Ein Befall mit der Gelben Stachelbeerblattwespe zeigt sich vor allem durch den rasch fortschreitenden Kahlfraß an den Blättern von Stachelbeeren und Johannisbeeren. Häufig bleiben lediglich die Blattrippen stehen, während die restlichen Blattflächen vollständig abgefressen sind. Unter den Sträuchern lassen sich oft kleine, schwarze Kotpünktchen der Larven finden – ein eindeutiges Indiz für ihren Befall. Kommt es mehrfach im Jahr zu starken Fraßschäden, kann der Strauch so stark geschwächt werden, dass er im schlimmsten Fall abstirbt.

Lebenszyklus

Die Gelbe Stachelbeerblattwespe kann pro Jahr drei bis fünf Generationen hervorbringen, weshalb die Gefahr eines Befalls bis in den Spätsommer hinein besteht.

Im April und Mai schlüpfen die ersten erwachsenen Wespen aus den im Boden überwinternden Kokons. Die Weibchen legen ihre Eier in kleinen Gruppen bevorzugt an die Unterseite der Blätter. Bereits nach etwa einer Woche schlüpfen die Larven, die zunächst nur die Blattoberfläche abfressen, später jedoch die Blätter vollständig zum Kahlfraß durchnagen.

Nach mehreren Entwicklungsstadien verpuppen sich die Larven im Boden und spinnen dort einen braunen Kokon. Daraus schlüpfen im Sommer neue Generationen, die den Befall weiter verstärken. Die Larven der letzten Generation überwintern schließlich als Präpuppen im Erdreich und entwickeln sich im folgenden Frühjahr zu ausgewachsenen Wespen.

Manuelle Bekämpfung

Eine einfache, aber wirksame Maßnahme ist das regelmäßige Absammeln der Larven von den befallenen Sträuchern. Besonders in den frühen Stadien lässt sich so ein größerer Schaden verhindern.

Wirkstoffe (Stand 22.08.25)

Lambda-Cyhalothrin, Pyrethrine, Rapsöl, Azadirachtin, Acetamiprid

Nützlinge

Vögel